Die dfa vertritt das Heilfasten, Gesundheitsfasten und das Fasten nach Buchinger/Lützner für Gesunde.

Diese Methoden beinhaltet eine niederkalorische Trinkkur in Kombination mit Bewegungs- und Entspannungstraining. Neben fastenunterstützenden Maßnahmen wird auch Wissen über die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit vermittelt. Hauptziel einer Gesundheitsfastenwoche ist eine gesundheitsorientierte Lebensstilmodifikation. 

Richtig Fasten durchgeführt ist die Fastenmethode Fasten nach Buchinger / Gesundheitsfasten eine einfache und wirkungsvolle Gesundheitsmaßnahme, die der Prävention zahlreicher Krankheiten dient und ein idealer Einstieg in eine Lebensstilmodifikation sein kann. Darüber hinaus fördert das Fasten nach Buchinger/Lützner die Selbstbestimmung und führt zu mehr Achtsamkeit gegenüber den eigenen Bedürfnissen, den Mitmenschen und der Umwelt. Fasten erfasst den Menschen in seiner Gesamtheit, lässt uns das Wesentliche erkennen, schärft unsere Sinne und steigert unsere Genussfähigkeit. 

Methodisch unterscheidet sich das Heilfasten gegenüber dem Fasten für Gesunde nach Buchinger/Lützner in der Verantwortlichkeit, Zielsetzung der (therapeutischen) Maßnahme sowie Dauer des Fastens. Zudem werden beim Heilfasten/Fastentherapie Eingangsuntersuchungen vorgenommen. Dr. med. Hellmut Lützner – selbst über viele Jahre Chefarzt in der renommierten Kurpark-Klinik in Überlingen am Bodensee – legt, wie viele andere Fastenärzte auch, Wert darauf, dass das Fasten für Gesunde, wie wir es hier anbieten, keine therapeutische Zielrichtung hat. Das therapeutische Fasten, auch Heilfasten genannt, hat das Ziel der Heilung einer Krankheit und gehört in die Klinik oder ambulant begleitet unter Aufsicht eines Fastenarztes. Siehe Heilfasten Leitlinien zur Fastentherapie der Ärztegesellschaft Heilfasten & Ernährung e.V. Link auch: karger.com/Article/FullText/357602

Das "Fasten für Gesunde" muss also vom Begriff "Heilfasten" oder "Fastentherapie" deutlich getrennt werden. Siehe hierzu auch: www.fastenfuergesunde.de

Fasten für Gesunde nach Buchinger/Lützner ist ganzheitlich:

• freiwilliger Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für eine begrenzte Zeit (1-2 Wochen)
• reichliche Flüssigkeitszufuhr
• regelmäßige Darmentleerung
• ausreichend Bewegung in freier Natur und im Wechsel mit Ruhe
• sorgfältiger Neuaufbau der Ernährung

Fasten für Gesunde heißt auch Fasten in eigener Verantwortung. Es ist Sache eines Arztes – möglichst eines Fastenarztes oder Heilpraktikers – festzulegen, inwieweit Gesundheit gegeben ist oder schon Krankheit vorliegt. Fragen Sie bitte vorher im Zweifelsfall auch uns, die Fachleute der dfa. Die dfa kann hier mit Klinikadressen weiterhelfen.

Fasten für Gesunde ist auszuschließen bei:

• Suchtkrankheiten wie Alkohol- und Drogenabhängigkeit
• Krankhaften Ess-Störungen
• Schwangerschaft und Stillzeit
• Medikamentenpflichtiger Bluthochdruck
• Medikamentenpflichtiger Diabetes
• Depressionen unter Medikamenteneinnahme
• Ständiger Medikamenteneinnahme, mit Ausnahme sanft wirkender Pflanzenheilmittel

Fasten - ein Klassiker in drei Dimensionen

Fasten hat etwas Faszinierendes: Eine uralte Heilmethode, die schon Hippokrates, der berühmte Arzt der Antike, vor über 2400 Jahren erfolgreich eingesetzt hat.

Heute ist es wieder entdeckt, modern und dem neuesten Stand der Wissenschaft angepasst. Gerade unsere heutige Zeit ist es, die das Fastenerlebnis mehr denn je zu brauchen scheint. 
Zahlreiche ernährungsabhängige Krankheiten, Stress, Umweltbelastungen, Schadstoffskandale, Lebensmittelchemie, Konsum und Informationen im Überfluss, aber auch die Entfremdung vom natürlichen Leben, Orientierungslosigkeit und Werteverlust finden einen ausgleichenden Gegenpol im Fasten. Der bewusste zeitweise Verzicht auf feste Nahrung, das Loslassen, die Einkehr zu sich selbst und viele andere Faktoren schaffen einen Reichtum, der schon bei manchem Faster große "Aha-Effekte" ausgelöst hat.

Die Wirkungen durch das Fasten sind dabei dreidimensional.
Nicht nur der Körper, sondern auch Geist und Seele erfahren Gesundung, Entspannung und Harmonisierung. Alte Stoffwechselendprodukte werden vermehrt ausgeschieden. Gelenke werden durch die Gewichtsreduzierung entlastet, der gesamte Verdauungsapparat regeneriert sich und der Blutdruck normalisiert sich. Allergien, Hautprobleme, Migräne und viele andere Leiden können positiv in ihrem Verlauf beeinflusst werden. Eine vielleicht schon länger gewünschte Ernährungsumstellung fällt nach dem Fasten wesentlich leichter.
In der geistig-seelischen Dimension klären sich viele Dinge und oft finden sich auch Lösungen für vorhandene Probleme. Das Erstaunen wächst, mit wie wenig man auskommen kann und trotzdem zufrieden ist. 

Fasten bedeutet auch genießen
Wunderbar ist es für viele Menschen auch zu erleben, wie gut der Körper im Fasten funktioniert, wie der "innere Arzt" die Selbstheilungskräfte anregt. Viele Menschen können es erst glauben, wenn sie es erlebt haben. Fasten bedeutet auch genießen: Körperliche Entlastung, Unabhängigkeit vom Essen (ohne Hunger!), geistige Klarheit, klare Impulse zu Veränderungen, Weichenstellungen für die Zukunft usw.. 

Fasten für Gesunde 

Neben einigen anderen Fastenmethoden hat sich das Buchinger-Fasten besonders bewährt. Es wird sowohl in Kliniken als ärztlich betreutes "Heilfasten" therapeutisch eingesetzt, aber auch als "Fasten für Gesunde" im präventiven Bereich durchgeführt. Diese Fastenkuren dauern meist 7-10 Tage, finden im Urlaub oder am Wohnort statt und sollten von gut ausgebildeten und ärztlich geprüften Fastenleiterinnen (z. B. von der Deutschen Fastenakademie (dfa)) methodengerecht betreut werden. Damit eine Fastenzeit erfolgreich, effizient und durchaus auch genussvoll verläuft, sollten sich insbesondere Erstfaster in kompetente Hände begeben und sich fachgerecht betreuen lassen, damit sie es richtig lernen.

Präventives Fasten - Fasten als Gesundheitsvorsorge

Regelmäßig durchgeführte Fastenkuren - am besten 2 x jährlich - sind eine hervorragende Maßnahme, um Krankheiten erst gar nicht entstehen zu lassen. Richtig durchgeführt zählt Fasten mitsamt seiner Begleitmaßnahmen zu einer der einfachsten und kostengünstigsten Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsvorsorge. Und diese ist schließlich ein momentan doch sehr aktuelles Thema in der gesundheitspolitischen Diskussion!

Eine Fastenwoche - wie es die Deutsche Fastenakademie (dfa) als Inhalte ihrer Ausbildung zum /zur Fastenleiter/-in zugrunde legt - erfüllt folgende Standards: 

dfa-Leitlinien „Gesundheitsfasten & Fasten für Gesunde" mod. nach Dr. med. Hellmut Lützner (Version 2022)

1. Vorbereitend 2 bis 3 Einstiegs- und Entlastungstage – bestenfalls als gemeinsames Erlebnis in der Gruppe

2. Freiwilliger und bewusster Verzicht auf feste Nahrung für 5–10 Tage, i.d.R. auch auf Vitamin-, Mineralstoff- und Eiweißpräparate

3. Verzicht auf Genussmittel: Alkohol, Süßwaren, Kaffee (frühzeitig absetzen) u.a.

4. Anfängliche, vollständige Darmentleerung, i.d.R. mit Glaubersalz am Morgen

5. „Fastenverpflegung" modifiziert nach Dr.med. 0tto Buchinger: Morgentee mit etwas Honig, stilles Wasser, Kräuter- und Gewürztee, Fastenbrühe, verdünnte Obst-Gemüsesäfte, Zitronenschnitze, 1–2 Teelöffel Honig bei Bedarf

6. 2 bis 3 Liter kalorienfreie Flüssigkeit am Tag: stilles Wasser, kalte und warme Tees (nicht aromatisiert

7. Leben im Rhythmus der Natur: täglich körperliche Bewegung an frischer Luft und Ruhe im Wechsel

8. Regelmäßige Darmentleerung: mindestens alle 2 Tage, i.d.R. mit einem Wassereinlauf

9. Fastenunterstützende Hilfen: trockenbürsten, kneippen, Leberwickel, Heilerde, Gymnastik, Massagen, Sauna, harmonische Atmosphäre, Fastengespräche, Musik, Lesen, Schreiben, Fastentagebuch, Meditation, Achtsamkeit, Stille

10. Feierliches Fastenbrechen: meditatives Abfasten, i.d.R. mit einem Apfel

11. Sorgfältiger und achtsamer Kostaufbau: 1/3 der Fastenzeit, mind. 3 Tage

12. Einstieg in eine genussvolle Vollwert-Ernährung (Gießener Schule): nachhaltig und zukunftsfähig

 

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