Informationen zum Fasten für Gesunde und Intervallfasten während der Corona-Epidemie

Stand: 24.04.2020

 

In Bezug auf "Viren-Erkrankungen" gibt es zum Thema Buchingerfasten und Immunsystem keine verlässliche Daten. 

Bekannt geworden ist eine kleine Studie mit Mäusen, die gezeigt hat, dass "hungernde" Mäuse eine schlechte Immunantwort auf eine Vireninfektion zeigten. Diese Daten sind aber nicht übertragbar auf den Mensch.

Der Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung UGB e.V. empfiehlt in einer aktuellen Stellungnahme vom 25. März 2020 grundsätzlich nicht zu fasten:

"Zur Zeit der Corona-Pandemie halten wir ein klassisches Fasten nach Buchinger allerdings nicht für empfehlenswert. Bei eventuellen Fastenflauten ist die spontane Kontaktaufnahme zu einem Arzt schwieriger als sonst. Zudem sind wir im Fasten möglicherweise empfindsamer, sensibler. Auch deshalb halten wir ein klassisches Fasten derzeit nicht für angeraten, in Zeiten, in denen Menschen durch viele Unsicherheiten belastet sind. Bei einem kurzen Intervallfasten sind solche Flauten jedoch kaum zu erwarten."
Quelle: ugb.de/fragen-zu-corona-ernaehrungstipps/fasten-corona-immunsystem-staerken/


Prof. Andreas Michalsen vom Zentrum für klinische Naturheilkunde in Berlin hat einen differenzierteren Ansatz.

Er empfiehlt ein Kurzzeitfasten von 5 bis 7 Tagen sowie aus Sicherheitsgründen eine höhere Kalorienaufnahme im Fasten von insgesamt 500 kcal bis 800 kcal :

"Ein kurzzeitiges Fasten von 5 bis maximal 7 Tagen in modifizierter Form (höhere Kalorienzufuhr) kann durchgeführt werden und führt über die bekannten Wirkungen wie Autophagie, Ketonkörperproduktion zur Verbesserung des Stoffwechsels. Die tägliche Kalorienmenge sollte in der akuten Pandemiephase mindestens 500 kcal und max. 800 kcal. betragen.". Weiter: "Personen mit derzeitiger bestätigter Corona-Infektion oder Symptomen und stattgehabtem Kontakt mit Infizierten, sollten nicht heilfasten."

Informationen zum Intervallfasten und Fasten für Gesunde während der Corona-Epidemie 

Modifiziertes Fasten mit erhöhter Kalorienzahl zu Corona-Zeiten:
Während eines Fastenkurses sollten laut Michalsen zusätzlich mindestens 250 kcal in Form von Säften, Brühe und Honig zu sich genommen werden:

Frühstück:  125 ml frisch gepresster oder Bio-Orangensaft und 125 ml Karottensaft = ca. 100 kcal
+ 0,5 EL oder 1 TL Leinöl (ca. 5 g) = 45 kcal
Mittag:  1 Extra Suppenschale Gemüsesuppe, püriert, bestehend aus 200 g Gemüse (z.B. 100 g Möhre, 50 g Sellerie, 50 g Kohlrabi): 300 ml Suppe püriert* = ca. 120 kcal.  *Hier ca. die Hälfte des gekochten Gemüses pürieren.
Abends:  250 ml Rote Beete oder anderer Gemüse-Saft zusätzlich = ca. 100 kcal
+ 1 TL Honig in den Tee = ca. 30 kcal
SUMME zusätzliche Kcal = ca. 400 kcal

Quelle: prof-michalsen.de/wp-content/uploads/2020/04/Prof-Michalsen_Fasten-in-Coronazeiten.pdf 


Darüber hinaus empfiehlt die dfa bei besonders hervorgehobenen Risikopatienten höchstens ein Intervallfasten, aber keine Fastenkur, durchzuführen. 

Welche Risikopatienten betroffen sind ist auf den folgenden Webseiten zu lesen:
tagesschau.de/faktenfinder/corona-risikogruppen-101.html 

und hier:
rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html 

 

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