Es ist eigentlich ganz einfach:

Für fünf bis zehn Tage Fasten werden teils verdünnte Säfte und Suppen mit täglichen ausgedehnten Wanderungen von 10 bis zu 25 Kilometern kombiniert. Gymnastik, Entspannung, Gesundheits- und Ernährungsvorträge runden das Programm ab. Das Fasten unterstützende Maßnahmen wie Wasser-Einläufe (Darmspülungen), Leberwickel oder Trockenbürsten der Haut sind gut erprobt.
Die tägliche, regelmäßige Bewegung im Freien ist beim Fasten enorm wichtig, damit die Muskulatur kräftig und der Energieverbrauch bzw. der Grundumsatz erhalten bleiben, die Sauerstoffaufnahme und Wärmeproduktion gesteigert werden und die Stimmung gehoben wird – was in der Gruppe erfahrungsgemäß am besten gelingt.
Bei den vielen Vorteilen des Wanderns liegt es nahe, dass Fastenwochen mit Wandern kombiniert werden: es ist überall machbar, fast jeder kann es und es passt für fitte Leute sowie für “Coachpotatos”. Das Wandern kann jederzeit der Leistungsfähigkeit und und Verfassung als Fastendem angepasst werden.

Ziele und Motivationen beim Fastenwandern

Wenn wir die Teilnehmer nach ihren Zielen beim Fasten fragen, geben viele an, dass sie Gewicht verlieren und entgiften wollen. Einige wollen auch die Auswirkungen von Krankheiten wie Bluthochdruck, Dermatitis, Rheuma, Gicht, Arthritis, Asthma oder Allergien besser kontrollieren können. Manche wollen aber auch einfach nur entspannen und neue Energie für den Alltag sammeln.
Zahlreiche Fastende nutzen die geschärfte und verfeinerte Wahrnehmung während des Fastens, um ein bestimmtes Thema in ihrem Leben zu lösen. Im begleitenden Fastenseminar erhalten Teilnehmer hilfreiche Informationen und Impulse zu ihrem Lebensstil. So wird das Fasten zu einer idealen Gelegenheit, das Ernährungs- oder Bewegungsverhalten nach der Fastenwoche zu verändern. Die Teilnehmer berichten noch Monate nach den „Fastenwander-Exerzitien“ von den positiven Veränderungen. Dazu trägt sicher auch die auffallend positive Stimmung und Atmosphäre in Fastenwander-Gruppen bei.

Die Fastenverpflegung beim Fastenwandern

Werde ich hungrig sein, wenn ich den ganzen Tag wandern gehe?“ Diese Frage hören wir sehr häufig und wir können sie für die meisten Menschen mit einem klaren Nein beantworten. Der größte Teil der Fastenwanderer hat kein Hungergefühl und sie sind erstaunt über die Fähigkeit ihres Körpers, hervorragend mit der Fastenverpflegung nach Buchinger auszukommen. Schlechte Fitness und Blasen an den Füßen können größere Herausforderungen sein.
Während des Tages wird reichlich Wasser, Kräutertees und frisch gepresste Säfte getrunken und leichte basenbildende Gemüsesuppen und -brühen verzehrt. Ein bis zwei Teelöffel Honig gibt es zum Morgentee. Und bei langen Wanderungen darf es auch mal ein Tee mit Honig sein ...

Was ist beim Fastenwandern zu beachten?

Die volle Leistungsfähigkeit für das Fastenwandern erreicht der Fastenwandergast erst nach einigen Fastentagen. Zunächst muss der Stoffwechsel in den Fastenstoffwechsel, also in den Fettverbrennungsmodus, wechseln. So ist es wichtig, die Anforderungen und Wegstrecken langsam zu steigern:

  • In den ersten Tagen sind kürzere Wanderungen die passenden Routen für den Stoffwechsel. Dann aber ist es immer wieder faszinierend zu beobachten, wie die Kraftreserven zusehends wachsen und die Teilnehmer „volle Fahrt“ aufnehmen können.
  • Da die Trinkpausen in regelmäßigen Abständen enorm wichtig sind, gehören in Ihren Wanderrucksack ein bis zwei Liter Wasser und Tee hinein – je nach Wegstrecke und Temperatur.
  • Falls jemand „totale Leere“ und Kraftlosigkeit spüren sollte, hat der Wander- bzw. Fastenleiter immer etwas Honig  für den “Notfall” dabei. Beim Einpacken sollte auch an ausreichend Sonnen- und Regenschutz gedacht werden.
  • Die Wandergruppe orientiert sich immer an den leistungsschwächeren Teilnehmern. Die Anforderungen können individuell dosiert werden: Oft bietet sich die Gelegenheit, den Weg abzukürzen oder die “fitten Faster” legen eine Ehrenrunde ein, während der Rest an einer schönen Stelle mit Aussicht rastet, die Natur beobachtet und einfach genießt.

Mögliche Beschwerden beim Fastenwandern

  • Anfangs können vereinzelt Kopfschmerzen oder eventuell Probleme mit dem Kreislauf auftreten. Aber diese Symptome verschwinden erfahrungsgemäß schnell.

  • Erfahrene ausgebildete Fastenleiterinnen und Fastenleiter stehen den Fastenwanderern mit Rat und Tat zur Seite und finden für die Anpassungsschwierigkeit des Stoffwechsels stets eine individuelle Lösung.

Welche Ausrüstung für das Fastenwandern?

  • Für lange Wanderungen kann neben Wasser und Tee auch ein Saft mitgenommen werden.
  • Für die Wanderpausen mögen einige vielleicht in einem vogelkundlichen Buch lesen, ein Buch zu Bestimmung von Pilzen nutzen oder freuen sich darüber, mit einem Fotoapparat Eindrücke festhalten zu können. Auf jeden Fall ist ein Sitzkissen für die Pausen von Vorteil.
  • Unbedingt zu empfehlen ist eine kleine “Wanderapotheke”: Blasenpflaster; Verbandsmaterial mit Schere; etwas zur Behandlung von Sonnenbrand oder Insektenstichen; eventuell Magnesium bei Neigung zu Krämpfen; Taschentücher;
  • Kleidung Ersatzpulli; Mütze und Handschuhe je nach Witterung;
  • Last but not least: Geldbeutel und (ein funktionierendes) Handy.

Was sind häufige Fehler beim Fastenwandern?

Ein erfahrener Fastenbegleiter verhindert mögliche Fehler bereits im Vorhinein. In Schwierigkeiten kann man geraten, wenn die Kenntnisse über die Wanderroute nicht ausreichend sind, die Leistungsfähigkeit und das Lauftempo der Teilnehmer überschätzt werden oder wenn die Teilnehmer keine guten, passenden Schuhe tragen. Der Leiter sorgt dafür, dass genug getrunken und falls notwendig Salz aufgenommen wird – das gilt vor allem auf Sommerwanderungen.
Sprints und aufpeitschende Wettkampfsportarten sind für den Fastenden nicht geeignet. Stattdessen sind im Fasten gleichmäßige, ausdauernde, achtsame Bewegungsformen ideal. So zählt ja das klassische Wandern selber zu den eher entspannenden, geselligen oder auch kontemplativen Bewegungsarten.

Wie gute Fastenwanderleiterinnen und -leiter erkennen?

Der Interessent sollten beim Kursanbieter auf eine fundierte Fastenleiterausbildung achten. Außerdem sollten ausgewiesene Kompetenzen im Bereich der Wandergruppenleitung dazukommen.

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